Netzhaut und Glaskörperchirurgie

 

Die intravitreale operative Medikamentenapplikation (IVOM)

IVOM von Eylea, Lucentis, Ozurdex, Bevacizumab und Iluvien zur Behandlung eines Makulaödems

Sollte die Untersuchung Ihres hinteren Augenabschnittes ein Makualödem im Rahmen einer „feuchten“ exsudativen altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

  • eine diabetische Netzhauterkrankung
  • einen Gefäßverschluss (Thrombose) oder
  • eine Uveitis

zeigen, könnte eine Behandlung mit intravitrealen Injektionen von Medikamenten sinnvoll sein.

Unsere Praxis ist auf die Diagnostik und Behandlung von Makulaerkrankungen spezialisiert.
Zur Diagnostik und Therapie der Altersbedingten Makuladegeneration bieten wir Ihnen weitere Informationen auf unserer Makula-Website.
Diese Intravitrealen Operativen Medikamentenapplikationen (IVOM) werden ambulant und mit örtlicher Betäubung durch Augentropfen durchgeführt. Mit einer winzigen Injektionskanüle (30 gauge = 0,25mm) wird ein Medikament in den Glaskörperraum verabreicht. Wir haben bereits tausende IVOMs erfolgreich durchgeführt.


Pars Plana Vitrektomie (Glaskörperoperation) 

Ablösung der Netzhaut mit BeschriftungVitrektomien funktionieren ähnlich einer Endoskopie. Das heißt man macht winzig kleine Öffnungen (sog. Trokare) in das Augeninnere und entfernt den Glaskörper. Als Ersatz für den Glaskörper wird Flüssigkeit und Luft, ggf. auch ein Gas in das Auge gefüllt. Je nach Diagnose wird eventuell auch gleich die Netzhaut behandelt.

Sollten Sie bereits Anzeichen eines grauen Stars (Katarakt) haben, wird wenige Wochen vor einer Netzhautoperation eine Operation des grauen Stars durchgeführt (Kataraktoperation), in manchen Fällen kann man dies auch kombiniert durchführen. Führt man nämlich nur eine Vitrektomie alleine durch, so kann der Glaskörper weniger gründlich entfernt werden. Zudem trübt sich Ihre Augenlinse in den folgenden Jahren rasch ein, und der graue Star (Katarakt) führt zu einer erneuten Sehverschlechterung.

Die Vitrektomie wird ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Schwimmen, Sauna und ähnliches sind nach der Operation für ca. 3 Wochen, körperliche Belastungen und Sport für ca. 10 Tage zu meiden.
Die Vitrektomie führen wir nach neuestem Stand mit nahtlosen Kleinschnitttechniken durch. Die Kanülen (Trokare) sind dabei äußerst dünn, sie reichen von 23 Gauge (≈ 0,6 mm) bis 27 Gauge (≈ 0,4 mm). Dank der Entwicklung in den letzten Jahrzehnten sind die Ergebnisse der Vitrektomie hervorragend. Sie gehört zu den sichersten Operationsverfahren, die es weltweit gibt.
Die Öffnungen sind mittlerweile so klein, dass sie selbstheilend sind und meist keine Nähte zum Wundverschluss mehr nötig sind.
Für Sie bedeutet das: kaum Schmerzen, weniger Kratzen oder Fremdkörpergefühl, weniger Rötung, sowie eine schnellere Genesung.
Bsp Bilder epiretinale Gliose, Makulaforamen (vorher Nachher)

Pars Plana Vitrektomie mit Makulachirurgie

  • Epiretinale Gliose (engl. macular pucker)
  • Makulaforamen (engl. macular hole)
  • Makulablutung
  • vitreomakuläres Traktionssyndrom (VMT)

Pars Plana Vitrektomie des Glaskörpers

  • Glaskörpereinblutung bei Diabetes, Venenverschlüssen und Netzhautdefekten
  • Netzhautablösung (lt. Amotio Retinae)
  • Glaskörpertrübungen (Floater)


Infobox Vitrektomie

  • OP-Dauer: ca 30-45 Minuten
  • Verhalten VOR der Operation: Nüchtern kommen, Medikamente insbesondere Blutdrucksenker einnehmen 
  • Blutverdünnung: ASS/ Aspirin / Clopidogrel u.ä. nach Rücksprache mit dem Hausarzt 2 Wochen präoperativ absetzen
  • Marcumar nach Rücksprache mit Operateur und Hausarzt pausieren und durch Heparin-Spritzen ausgleichen, INR sollte bis zur OP auf unter 1,3 eingestellt sein
  • Narkose: Tropfanästhesie, Peribulbäranästhesie mit Analgosedierung oder Allgemeine Anästhesie
  • Nachbehandlung: Salbenverband bis zum nächsten Tag, Tropftherapie nach Plan
  • Verhalten NACH der Operation: die ersten 3 Wochen KEIN Schwimmen oder Sauna, solange Luft oder Gas im Auge KEINE Flugreisen und NICHT in größere Höhen steigen (nicht in die Berge), ca 1 Woche kein Sport

Plombenoperation

Eindellende Plombenchirurgie zur Behandlung einer Netzhautablösung

Hierbei wird eine Kunststoffplombe nach Eröffnen der Bindehaut von außen auf die Lederhaut (Sklera) aufgenäht und führt zu einer dauerhaften Eindellung der Augenwand. Das Kunststoffmaterial wird in der Regel gut vom Körper vertragen. Das Verfahren gehört zu den ältesten Techniken und wird nur noch in speziellen Fällen eingesetzt. 

Der einzige Vorteil der Plombenoperation liegt in der Möglichkeit, die eigene Linse zu erhalten, während bei der Vitrektomie die Linse entfernt werden muss. Die Plombenchirurgie zeigt ihre Grenzen aufgrund der älteren und seltener durchgeführten Technik, dem reduzierten Einblick des Chirurgen bei fehlender Ausleuchtung des Augeninneren, invasive Kryobehandlung anstelle moderner gezielter Laserbehandlung, postoperative Doppelbilder, anatomische Einschränkung je nach Lage der Netzhautablösung

Laserbehandlung

Anwendung von Argonlaser bei Netzhautdefekten, Diabetes und Venenverschlüssen

Fluoreszenzangiografie-Bild vor der Laserbehandlung

Vor der Laserbehandlung mit dem Argonlaser

Fluoreszenzangiografie-Bild nach der Laserbehandlung

Nach der Laserbehandlung bei diabetischer Retinopathie

Beide Bilder wurden bei einem Patienten mit diabetischer Retinopathie aufgenommen.

 

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