Erkrankungen der Netzhaut und des Glaskörpers


Was sind Netzhauterkrankungen?

Erkrankungen können die Netzhaut (lat. Retina) betreffen, welche dem Erkennen von Hell-Dunkel und Bewegungen dient, oder auch die Netzhautmitte - die Makula. Sie ermöglicht mit ihrer großen Sehzellendichte scharfes Sehen in der Nähe und Ferne. Erkrankungen der Makula führen daher zu Leseschwierigkeiten, „verzerrtes Sehen“, oder Sehen von Wellenlinien.
Da die Netzhaut an manchen Stellen fest mit dem Glaskörper verbunden ist, können Erkrankungen des Glaskörpers zu Erkrankungen der Netzhaut führen. 

Zur Untersuchung kann eine Optische Kohärenztomografie (OCT), ein Angio-OCT, ein Optos Netzhaut- Laser-Scanning, eine Fluoreszenzangiografie oder eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll sein. 

Welche Anzeichen und Symptome können Sie bemerken?

Ihre Beschwerden könnten sich folgendermaßen äußern:

  • Beschwerden beim Lesen, Sehen von Wellenlinien oder unscharfes Sehen im Zentrum (Makulaerkrankungen wie bei der AMD, epiretinalen Gliose, Makulaforamen)
  • Sehstörungen wie Blitze, Punkte, Rußregen oder „fliegende Mücken“ (Signale für die Entstehung einer Netzhautabhebung, akute Glaskörpersymptome). 
  • Wahrnehmen eines Schattens oder einer Sehverschlechterung oder ähnliches als möglicher Hinweis auf eine Netzhautablösung.

Die Erkrankungen der Netzhaut sind meist schmerzfrei. Daher ist die Sehqualität ein erster Indikator für eine Erkrankung.
Sollten Sie solche oder ähnliche Beschwerden haben, ist eine sorgfältige Augenuntersuchung unbedingt erforderlich, um die genaue Ursache abzuklären.

Je nach dem Ergebnis der Augenuntersuchung kann im weiteren Verlauf ein operativer Eingriff erforderlich sein. Die Behandlung dieser Erkrankungen erfolgt schmerzfrei durch nicht invasive oder minimalinvasive Eingriffe: dies kann eine Laserbehandlung, eine IVOM (Intravitreale Operative Medikamentenapplikation), eine Vitrektomie, eine Makulachirurgie oder eine Buckelchirurgie sein.

Netzhautablösung

Zur Behandlung einer Netzhautablösung (Amotio retinae) wird entweder eine Pars plant Vitrektomie mit einer Luft-/ Gas- oder Silikonöltamponade oder eine Buckelchirurgie (Kunststoffplomben) als Primäreingriff gewählt.

 Farbbild eines Makulaforamen (Autor: M. Warscher)

Die Netzhautablösung ist je nach Befund ein mehr oder weniger akutes Ereignis, welches auch Ihr Sehvermögen bedrohen kann. Warnsignale vor der Entstehung einer Netzhautablösung können Sehstörungen wie Blitze als Folge des Glaskörperzuges, oder Punkte, Rußregen oder „Mouches volantes“ als Folge einer mit dem Netzhautriss einhergehenden Blutung sein. Vorhang- und balkenartige Schatten können auch wahrgenommen werden wenn sich ein größerer Teil der Netzhaut abgelöst hat.
Eine Netzhautablösung kann nur mittels Operation behandelt werden. Das funktionelle Ergebnis (Sehvermögen) und die anatomische Heilung hängen vom Ausmaß der Netzhautablösung und deren Dauer ab.

Bei diesen Symptomen ist eine Netzhautuntersuchung wichtig. Sie sollten diese innerhalb von 1 bis 2 Tagen durchführen lassen. Nach Erweitern der Pupille mit Augentropfen, wird eine Untersuchung des Augenhintergrundes vorgenommen, die Veränderungen vom Zentrum bis in die Peripherie aufzeigen kann.

Sollte sich bei der Untersuchung nur ein Netzhautriss zeigen, kann man diesen mittels Lasertherapie abriegeln, und somit die Gefahr einer Netzhautablösung reduzieren.
Diese Laserbehandlung erfolgt ambulant. Die optimale Narbenbildung nach einer Laserbehandlung stellt sich in ca. 10 Tagen ein. In der ersten Woche sollten Sie sich daher schonen, also Sport, Lesen und Computerarbeit meiden.
Auch nach einer Laserbehandlung besteht in den ersten Monaten noch ein erhöhtes Risiko für weitere Netzhautrisse als auch für die Entwicklung einer Netzhautablösung. Engmaschige Kontrollen sind daher notwendig. Lasereingriffe erfolgen ambulant und mit pupillenerweiternden Tropfen. 

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Was sind Glaskörpererkrankungen?

Der Glaskörper ist eine gelartige Substanz, die den Raum zwischen Linse und Netzhaut ausfüllt. Er besteht zu etwa 98 % aus Wasser sowie aus rund 2 % Hyaluronsäure und einem Netz von Kollagenfasern (<1 %) und ist normalerweise klar und durchsichtig.
Erkrankungen dieser Art betreffen den hinteren Augenabschnitt, also den Glaskörper. Dieser kann durch Glaskörpertrübungen, durch Blut oder eine Entzündung getrübt sein. Die Behandlung von sehbeeinträchtigenden oder subjektiv störenden Glaskörpertrübungen (wie zum Beispiel bei Glaskörperfloatern) sind durch operative Eingriffe möglich.

Untersuchung 

Je nach dem Ergebnis der Augenuntersuchung werden die Behandlungsmöglichkeiten anhand Ihrer Untersuchungsergebnisse ausführlich mit Ihnen besprochen. Ein operativer Eingriff kann im weiteren Verlauf erforderlich werden. In Vorbereitungsgesprächen gehen wir auf alle Ihre Fragen ein und geben Ihnen durch unsere intensiven Spezialuntersuchungen die Sicherheit, die Sie für Ihre Entscheidungsfindung brauchen. Gemeinsam mit Ihnen finden wir die für Sie am besten geeignete Operationsmethode.

Die Behandlung dieser Erkrankungen erfolgt schmerzfrei durch minimalinvasive Eingriffe, meist durch eine Vitrektomie. Diese funktioniert ähnlich einer Endoskopie. Durch winzig kleine Öffnungen (Trokare) in das Augeninnere – weniger als 0,6mm – wird der Glaskörper. Als Ersatz für den Glaskörper wird das Auge mit Flüssigkeit oder Luft ggf. einem Gas gefüllt. Je nach Diagnose wird eventuell auch gleich die Netzhaut mitbehandelt.

Aufgrund modernster minimalinvasiver Operationstechniken unter einem Operationsmikroskop wird der Eingriff heute meist ambulant durchgeführt, das heißt Sie können nach der Operation wieder nach Hause gehen. Lediglich zur Nachkontrolle müssen Sie am nächsten Tag wieder in die Praxis kommen.
Die Operation dauert im Durchschnitt nur ca. 40 Minuten. Der Eingriff ist schmerzfrei und wird bei uns in örtlicher Betäubung und Tropfanästhesie, grundsätzlich unter Überwachung und Begleitung durch einen erfahrenen Narkosearzt (Anästhesist) durchgeführt. In speziellen Fällen kann der Eingriff auch in Vollnarkose durchgeführt werden. 


Welche Anzeichen oder Symptome werden bei Netzhaut- oder Glaskörper-Erkrankungen bemerkt?

Ihre Beschwerden könnten sich folgendermaßen äußern:

  • Sie sehen Schleier, Schlieren, Blitze oder Rußregen (Glaskörpersymptome).
  • Sie leiden unter vermehrter Lichtempfindlichkeit und Blendung, sehen einen Schein oder einen Schatten.
  • Sie sehen einen Schatten, haben eine Sehverschlechterung oder ähnliches (Hinweis auf mögliche Glaskörpertrübungen und -blutungen, Netzhautlöcher oder eine beginnende Netzhautabhebung).

Sollten Sie solche oder ähnliche Beschwerden haben, ist eine baldige sorgfältige Augenuntersuchung unbedingt erforderlich, um die genaue Ursache abzuklären.

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